Author Archives: Gregory Engels

Pirate Security Conference 2019 – Call for Submissions

We are happy to announce the start of the submission process for the Sixth International Pirate Security Conference, which will take place between the 16th and 17th of February 2019 in Munich.

The congress is organized by the non-profit associations 42 e.V. as well as the Pirate Party International (PPI) and Denk Selbst e.V. and gets additional support from our special partner, the Munich Security Conference.

We mainly want to address the European people, parties and NGO’s interested in international security politics. It addresses also the respective ministries and agencies, the embassies in Germany as well as national and international companies. A special invitation goes also to the members of all national Parliaments and those of the European Parliament.

The Pirate Security Conference is an opportunity for academics, military personnel, practitioners and consultants from around the world who are involved in the study, management, development and implementation of systems and concepts to combat information warfare or to improve information systems security to come together and exchange ideas.

For the 6th Security Conference the main topic is

„New horizons – undiscovered challenges” (Neue Horizonte – unerkannte Herausforderungen)

and will offer participants to emerge over the course of the two days into talks, presentations and panels, focusing on the future and upcoming challenges. All sessions will be streamed and the video recordings published afterwards.

Terms and conditions of paper submission:

  1. Title and abstract of the proposed session should be send to info@pirate-secon.net by November 30th, 2018
  2. The submissions are accepted in English language only
  3. In case of the acceptance of the submission, the session material and eventual audio and video recordings will be published with a CC-BY 4.0 license
  4. In case of any financial support, the name of the organization or institute should be reflected in the abstract. Evidently, submission and publication of such papers are subjected to letter of consent from the respective organization or institute

Key milestones

  • Conference is on 16nd and 17nd of February 2019 in Munich, Germany
  • Deadline to submit your proposal is November 30th, 2018 23:59 CET
  • Speaker notifications by December 31th, 2018 23:59 CET
  • Final version due on January 14th 2019 23:59 CET
  • Contact: info@pirate-secon.net

Einladung Mitgliederversammlung am 08.12.2018

Liebes 42 Mitglied,

am 08. Dezember 2018 findet unsere nächste Mitgliederversammlung statt.
Die Mitgliederversammlung beginnt um 13 Uhr im Hotel “Frankfurt Inn”, Kaiserleistraße 48, 63067 Offenbach am Main
https://goo.gl/maps/LYSdue1Cqzp

Gemäß der Satzung müssen Anträge zur Tagesordnung bis spätestens zwei Monate vor dem geplanten Termin in Textform beim Vorstand eingegangen sein.

Dieses Jahr stehen Neuwahlen des Vorstandes an. Wir schlagen folgende Tagesordnung vor:

1. Begrüßung durch den Vorstand
2. Beschluss der Tagesordnung
3. Tätigkeitsbericht des Vorstands
Tätigkeits- und Kassenbericht der Schatzmeisterin
4. Entlastung
Vorstand
Schatzmeisterin
5. Neuwahlen Vorstand
6. Aufnahme neuer Mitglieder
7. Themenplanung
8. ggf Wahlen Verwaltungsrat
9. ggf Satzungsänderungen
10. Verschiedenes

Kannst du teilnehmen? Deine kurze Rückmeldung würde uns die Vorbereitungen sehr erleichtern. Antrags- und Stimmrecht besitzt jedes Mitglied, welches in seinter Beitragszahlung nocht im Rückstand ist. Die Stimmabgabe kann durch schriftliche Benennung eines Bevollmächtigten für die jeweils eingeladene Mitgliederversammlung erfolgen. Ein Bevollmächtigter kann max. fünf weitere Personen gleichzeitig vertreten. Die Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.

mit freundlichen Grüßen,
dein Vorstand.

Veranstaltung zur GegenBuchMasse 2018: Fassbinder, Immobilienspekulation, antisemitisches Ressentiment

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Ist das Stück „Müll-Stadt-Tod“ heute wieder relevant? Lesung & Diskussion mit Peter Menne Donnerstag, 11. Okt. 2018, 19:00 Uhr im Club Voltaire in Frankfurt am Main:

Die Immobilienspekulation blüht wieder. Zugleich wird antisemitisches Ressentiment deutlicher sichtbar. Was beide miteinander zu tun haben, wurde literarisch reflektiert. Die unterschiedlichen Antworten von Fassbinders Drama „Der Müll, die Stadt und der Tod“ und Zwerenz‘ Roman „Die Erde ist unbewohnbar wie der Mond“ setzt Menne in Bezug zum heutigen Alltag: Kritik am System oder Hetze gegen einzelne Personen?

Wie erwächst aus ganz normaler Marktwirtschaft vorurteilsgeladenes Ressentiment? Warum werden „externe Effekte“ nicht dem System, sondern einzelnen Personen angelastet?

Beide Texte behandeln den heute wieder topaktuellen Stoff. Doch zeigen sie den Projektionsmechanismus kritisch auf? Oder wiederholen sie Stereotype und Personalisierungen einfach?

In seiner Einführung berichtet Michael Töteberg von den Auseinandersetzungen vor, während und nach der Bühnenbesetzung, die er live miterlebt hat.

Polyamorie – Reflexionen zu alternativen Beziehungsformen. Lesung mit Dominique Zimmerman am 13.10.2017

polyamorie-reflexionen-zu-alternativen-beziehungsformenLesung von Dominique Zimmermann am 13. Oktober 2017 im Club Voltaire in Frankfurt am Main:

Die Scheidungsraten zeigen: was Menschen üblicherweise von intimen Beziehungen erhoffen, führt nicht selten zu großem Leid und Einsamkeit, zu Streit und Eifersucht.

Wie kann ein zeitgemässes Beziehungskonzept aussehen, dass der Vielfalt der Lebensstile und den generell unsteten Lebensentwürfen gerecht wird? Welche Regelungen braucht es für Formen der Partnerschaft, die auch für Mehrfachbeziehungen offen sind?

Polyamorie: neues Zauberwort oder Fortsetzung des kapitalistischen Wunsches, alles zu optimieren? Auf Einladung von 42 e.V. und mit freundlicher Unterstützung der Giordano-Bruno-Stiftung stellt Zimmermann nicht-totalitäre Beziehungskonzepte vor. Sie liest aus „Das Maß der Liebe“ und „Die andere Beziehung“; ihr Focus liegt beim ethisch „richtigen“ Umgangs miteinander: frei gewählten Gemeinschaften und Liebesbeziehungen, die füreinander einstehen, ohne totalitär über den anderen verfügen zu wollen. Ob hetero-, homo- bi- oder asexuell: alles soll Platz haben in Care-Gemeinschaften.

Mitgliederversammlung 2017

42 hat einen neuen Vorstand. Die Mitgliederversammlung hat am 8. Juli gewählt:

Gregory Engels: alter und neuer 1. Vorsitzender

Alex Kohler: neuer stellvertretender Vorsitzender

Peter Menne: neuer Schatzmeister

Peter Finkelgruen: Beisitzer.

Der neue Vorstand tritt voller Engagement an, unsere Ziele für die freie Entfaltung von Individuen voranzubringen – und das dazu nötige Wissen zugänglich zu machen. Da arbeitet er ganz im Sinne des bisherigen Vorstands weiter, der über seine Arbeit berichtet hat. Die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Wahlperiode waren:

  • die Piraten Sicherheitskonferenzen im Februar 2016 und 2017 in München
  • die Podiumsdiskussion zum Bedingungslosen Grundeinkommen vor der Schweizer Abstimmung hierzu am 28. April 2016 in Frankfurt mit Susanne Wiest und Enno Schmidt
  • die Lesung “Die Grenzen der Toleranz” von Michael Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung, im Rahmen der GegenBuchMasse am 21. Oktober 2016 in Frankfurt
  • die Tagung “Demokratisierung von Geld” am 24. Juni 2017 in Offenbach
  • das Piratensommercamp im August 2016 in Polen

Ideen für das laufende Jahr nehmen Gestalt an: wir werden Dich / Sie hier informieren!

Einladung zur Tagung “Demokratisierung von Geld”, am 24. Juni 2017, 14:00 – 18:00 Uhr

Liebe Freunde,

wir, die 42 e.V.,  laden Sie und Euch herzlich ein zu unserer Tagung zum Thema “Demokratisierung von Geld”, am 24. Juni 2017, 14:00 – 18:00 Uhr, in der Locomotion VIB-Lounge, Seligenstädter Str. 107, 63073 Offenbach-Bieber.

Wir haben zwei Experten eingeladen, nämlich Herrn Dr. Rainer Gottwald vom Bürgerforum Landsberg am Lech e.V und Herrn Thomas Betz aus Berlin von der Monetative e.V. Wir hoffen auf eine rege Diskussion, zu der Sie auch eingeladen sind.

Dies ist die Tagesordnung:

14:00 Begrüßung der Veranstalter

14:15 Vortrag: Analyse der Bilanz der Städtischen Sparkasse Offenbach nach dem Vorbild der bayrischen Sparkassen – Dr. Rainer Gottwald (Bürgerforum Landsberg am Lech e.V)

15:00 Diskussion

15:30 Vortrag: Vorstellung der Neustrukturierung des Sparkassensystems – Dr. Rainer Gottwald (Bürgerforum Landsberg am Lech e.V)

15:45 Diskussion

16:15 Kaffeepause

16:45 Vortrag: Vollgeld von der Monetative – Thomas Betz (Monetative e.V. )

17:00 Diskussion über den Vortrag

17:15 Diskussion: Überführung einer Sparkasse in ein Vollgeldsystem: Möglichkeiten und Auswirkungen

18:00 Ende der Tagung

Die Grenzen der Toleranz: Schmidt Salomon liest im überfüllten Club Voltaire

2016-10-21-grenzen-toleranz-001-michael-schmidt-salomon-moderator-peter-menneFrankfurts „Club Voltaire“ war überfüllt, als Michael Schmidt-Salomon auf Einladung von 42 e.V. aus seinem neuesten Buch „Die Grenzen der Toleranz. Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen“ las. Der Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung lieferte in der Tradition von Karl Popper gleichzeitig ein Bekenntnis zur toleranten Gesellschaft wie auch die Aufforderung, nicht beim bislang erreichten Stand stehenzubleiben: Die Verfassungswirklichkeit entspreche noch nicht den säkularen Prinzipien, auf denen unsere Verfassung beruhe.

Für Moderator Peter Menne war Schmidt-Salomon ein alter Bekannter: er erinnerte an die Lesung aus dessen erstem Roman „Stollbergs Inferno“ vor 12 Jahren im Club Voltaire oder an Schmidt-Salomons Eröffnungsvortrag in der Reihe Leitkultur Menschenrechte. Damals warnte der Referent: „wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht!“.

Im Club Voltaire glänzte Schmidt-Salomon wieder mit geschliffenen Formulierungen: er geißelte den „Empörialismus“, der „mit halben Wahrheiten ganze Erfolge feiert“. Toleranz nannte er eine „zentrale Tugend, aber kein Wert an sich“ und erinnerte an Poppers Paradoxon, wonach uneingeschränkte Toleranz zu deren Verschwinden führe.

Schmidt-Salomon hingegen betonte den Wert der „Streitkultur“: zivilisierte Auseinandersetzung treibe den Wettbewerb der Ideen voran, sei der Motor des Fortschritts. Daraus folge notwendig, dass Glaubensüberzeugungen verletzt werden. Doch in welchem Maße ist das zulässig? In der Technik werden zulässige Abweichungen definiert, die ein System verkraften könne, ohne funktionsunfähig zu werden. Dies könne auch auf Gesellschaften übertragen werden – wobei Schmidt-Salomon sich gegen einen relativistischen Toleranzbegriff verwahrte, nach dem z.B. in Saudi-Arabien keine geringere, sondern bloß eine „andere“ Toleranz herrsche. Tatsächlich komme es darauf an, wie hoch das Maß der Abweichung ist, das eine Gesellschaft erlaube.

Eine offene Gesellschaft sei durch vier Prinzipien geprägt: Liberalität, Egalität, Säkularität und Individualität. Wobei Liberalität = Freiheit keineswegs das Gegenteil von Egalität = Gleichheit sei. Sondern das Gegenteil von Freiheit sei Paternalismus und (staatliche) Bevormundung. Das Gegenteil von Gleichheit sei Elitarismus. In einer offenen Gesellschaft müssten nicht nur die Regeln säkular sein, sondern auch deren Begründungen.

Was die Feinde der offenen Gesellschaft eine, sei ihr Kollektivismus: dort bilde nicht das Individuum die Basis, sondern sie definierten sich in aller Regel über eine Gruppenzugehörigkeit: zugehörig zu einem Clan, einem Glauben. Bei Muslimen und Evangelikalen grassiere der „Familismus“: da leite sich der Einzelne von seiner Familie ab, stehe die elterliche Sorge erheblich höher als die Rechte der Kinder.

Eine ausführliche Diskussion schloß sich an, in der sich auch ein überzeugter Muslim zu Wort meldete. Inhaltlich war man sich nicht einig – aber auch dank des Moderators konnten inhaltliche Gegner ausreden: es wurde respektvoll in der Sache diskutiert.

2016-10-21-grenzen-toleranz-002-michael-schmidt-salomon-moderator-peter-menne

Die Grenzen der Toleranz – Lesung am Freitag 21. Oktober 2016 in Frankfurt am Main

Warum wir die offene Gesellschaft verteidigen müssen.

Lesung und Diskussion mit Michael Schmidt-Salomon

am Freitag, den 21. Oktober 2016

um 20:00 Uhr

im Club Voltaire, Frankfurt, Kleine Hochstraße 5 (Nähe Alte Oper). Der Eintritt ist frei (Spenden dennoch gerne gesehen).Cover GBM 2016 MSS Grenzen Toleranz

Die offene Gesellschaft hat viele Feinde. Die einen streiten für »Allah«, die anderen für die Rettung des »christlichen Abendlandes«, letztlich aber verfolgen sie das gleiche Ziel: Sie wollen das Rad der Zeit zurückdrehen und vormoderne Dogmen an die Stelle individueller Freiheitsrechte setzen. Wie sollen wir auf diese doppelte Bedrohung reagieren? Welche Entwicklungen sollten wir begrüßen, welche mit aller Macht bekämpfen?

Wie können wir mit Demagogen umgehen, die mit halben Wahrheiten ganze Erfolge feiern? „Stimmung statt Argumente!“ heißt deren Devise, und die Folgen kann man in den sozialen Netzwerken beobachten: Wer auf die Gefahren des „islamischen Faschismus“ hinweist, wird im Handumdrehen als „Rassist“ abgestempelt; wer aufzeigt, dass nicht alle Muslime vom Dschihad träumen, als „unverbesserlicher Gutmensch“ vorgeführt.

Polarisierung scheint „in“ – doch kommen wir damit einer humanen Gesellschaft näher? 42 eV und der Club Voltaire haben Dr. Michael Schmidt-Salomon eingeladen, über Toleranz und über ihre Grenzen zu sprechen. Im Oktober erscheint sein neues Buch, in dem der Philosoph erläutert, warum grenzenlose Toleranz im Kampf gegen Demagogen auf beiden Seiten nicht hilft und wie wir die richtigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Freiheit zu verteidigen.

Michael Schmidt-Salomon, Dr. phil., geboren 1967, ist freischaffender Philosoph und Schriftsteller sowie Vorstandssprecher der Giordano-Bruno-Stiftung.
Portrait 2016 Schmidt-Salomon

Pirate Security Conference 2017 Call for Papers

CALL FOR SUBMISSIONS

Pirate Security Conference 2017
“Well Prepared for Things to Come”
Submission Deadline: September 25th, 2016
Contact: info (at) pirate-secon. org
 
We are happy to announce the start of submission process for  third international Pirate Security Conference, which will take place between the 16th and 18th of February 2017 in Munich.
The congress is organized by the non-profit association 42 as well as theGerman Pirate Party and gets additional support from our special partner, the Munich Security Conference.
We mainly want to address the European people, parties and NGO’s interested in international security politics. It addresses also the respective ministries and agencies, the embassies in Germany as well as national and international companies. A special invitation goes also to the members of all national Parliaments and those of the European Parliament.
 
The Pirate Security Conference is an opportunity for academics, military personnel, practitioners and consultants from around the world who are involved in the study, management, development and implementation of systems and concepts to combat information warfare or to improve information systems security to come together and exchange ideas
 
For this 3rd Security Conference the main topic will be “Well Prepared for Things to Come” and will offer participants to emerge over the course of the three days into talks, presentations and panels, focusing on the future and upcoming challenges. All sessions will be streamed and the video recordings published afterwards.

The 3 Topics of the Conference are:

  • New Dimensions in the Threat Landscape
  • Global Governance: Norms, Rules and Practices
  • Conflicts in the 21st Century

Terms and conditions of paper submission

  1. Title and abstract of the proposed session should be send to info (at) pirate-secon .org by September 25th 2016 
  2. The submissions are accepted in English language only
  3. In case of the acceptance of the submission, the session material and eventual audio and video recordings will be published with a CC-BY 4.0 license
  4. In case of any financial support, the name of the organization or institute should be reflected in the abstract. Evidently, submission and publication of such papers are subjected to letter of consent from the respective organization or institute 

Key milestones

  • Conference is on 16nd and 18nd of February 2017 in Munich, Germany
  • Deadline to submit your proposal is September 25th 23:59 CET (Extended till Oktober 09th!)
  • Speaker notifications by Oktober 23rd 23:59 CET
  • Final version due on January 22nd 2017 23:59 CET

Das Bedingungslose Grundeinkommen: eine Antwort auf die Krise?

42 e.V. Podiumsdiskussion

mit Susanne Wiest und Enno Schmidt
am Donnerstag, den 28. April 2016
um 20:00 Uhr
im Club Voltaire, Frankfurt, Kleine Hochstraße 5 (Nähe Alte Oper)
Der Eintritt ist frei (Spenden dennoch gerne gesehen) .

Unsere Arbeitswelt unterliegt einem radikalen Wandel: immer mehr Aufgaben können uns Computer und Roboter abnehmen – gerade monotone Arbeiten oder unangenehme, dreckige: der Staubsaug-Roboter ist schon erhältlich, die Entwicklung geht weiter… Zugleich wird Arbeit nicht weniger: bürgerschaftliches Engagement in der Gemeinde, Integration z.B. im Sport- oder Kulturverein, bis hin zur häuslichen Pflege – nur zu oft ehrenamtlich. Wer könnte das schon (angemessen) bezahlen?

Bedarf an Arbeitsstunden und Bezahlung driften auseinander. Was wäre, wenn Du Dich um Deinen Grundbedarf nicht mehr sorgen müssten? Wenn nicht Verwaltungsbeamte, Anwälte und Juristen hoch bezahlt würden bei ihrer Entscheidung (über mehrere Instanzen!), ob der Hartz IV-Empfänger ein paar Euro Zuschuß für einen neuen Kühlschrank bekommt? Wenn Du Dich frei entscheiden könntest, Dich kreativ zu entfalten, Dich sozial zu engagieren oder ganz normal weiterzuarbeiten, um über den Grundbedarf hinaus zu konsumieren?

Wie wirkte sich das auf unsere gesellschaftliche Integration aus? Bei den hessischen Kommunalwahlen sankt die Wahlbeteiligung auf ein neues Tief. Dabei fiel gerade in großen Städten sehr unterschiedliche Beteiligung auf: in manch wohlhabendem Viertel gingen über 60 % zur Wahl – während sich in sozial schwachen Gebieten mancherorts kaum 20, 25 % aufrafften. Fühlen sich sozial Abgehängte von keiner Partei mehr vertreten? Erklärt das die Wählerwanderung von den früheren Volksparteien zu neuen Protestparteien? Fühlt sich das Prekariat nicht mehr zugehörig, sondern nur noch gegängelt? Könnte ein bedingungsloses Grundeinkommen die soziale Sicherheit schaffen, einem solchen Auseinanderfallen der Gesellschaft entgegenzusteuern?

Die Schweiz stimmt am 5. Juni über das bedingungslose Grundeinkommen ab. Wie hat sich die Diskussion dort entwickelt? Was können wir von unseren Nachbarn lernen?

42 e.V. , die politische Stiftung der Piratenpartei, greift genau die Fragen auf und hat dazu zwei Spezialisten zur Diskussion in den Club Voltaire eingeladen:

Susanne Wiest initierte die bGE-Petition an den Deutschen Bundestag, die 2009 rasend schnell über 52.000 Unterstützer fand.

Enno Schmidt gehört zu den Initiatoren der bGE-Initiative in der Schweiz. Dort sind es nur noch wenige Wochen bis zur Volksabstimmung über das bedingungslose Grundeinkommen.